Das Verhältnis von Rhetorik und Geschlechtlichkeit

Simone de Beauvoir, die große französische Feministin, schrieb einst, dass eine Frau nicht geboren, sondern gemacht werde. Genau dieser Sozialisationsprozess wird wesentlich über Sprache, und damit auch Rhetorik, transportiert. Und es zeigt sich auch immer wieder, dass gerade in Bezug auf das Auftreten und die eigene Rhetorik Unterschiede in der Sprache immer wieder auftreten, und von Frauen selbst produziert werden. Dies jedoch kann zu Unzufriedenheit, Ungerechtigkeit und eine fehlenden Artikulation eigener Ideen und Wünsche, mithin also zu einem Verlust an Autonomie führen. Genau dies zu vermeiden, ist das Ziel des Seminars.

 

Dieses Seminar:

Führt zunächst in die Rhetorik ein, und zeigt auch die maskulinistische Prägung unseres Verständnisses von Rhetorik auf. Es zeigt rhetorische Muster auf, welche immer wieder bei den verschiedenen Geschlechtern auffindbar sind, und zeigt Alternativen und Gegenstrategien auf. Es soll sowohl die eigene Geschlechtlichkeit reflektieren, als auch einen bewußten Umgang damit im Kontext der Rhetorik einüben. Das Seminar richtet sich sowohl an Männer, als auch an Frauen, sowie natürlich auch an alle Menschen, die sich der binären Geschlechtercodierung entziehen.

 

Die Seminarinhalte:

  • theoretische Grundlagen der Rhetorik
  • Rhetorik als Machtinstrument
  • maskuline vs. feminine Rhetorik
  • das eigene Verständnis von Rhetorik
  • Sprache und Geschlechtlichkeit
  • Feedback und Übungen